Heute in der Uni bin ich direkt in die Falle getappt. Bei uns wird generell überhaupt kein veganes Essen angeboten in der Mensa. Dafür aber 1 vegetarisches Gericht am Tag und eine Salatbar. Das ist natürlich schon mal etwas.
Ich hab jedoch heut die Erfahrung machen müssen, bei Heißhunger auf etwas Süßes, wie zB Kuchen, ist man total aufgeschmissen als Veganerin.
Zuerst habe ich mir als heut Nachmittag eine Banane geschnappt aber mein Hunger auf etwas Süßes ließ einfach nicht nach. Zwar hatte ich 2 Wraps von zuhause mitgebracht, aber ich bin im Moment noch null mit veganer Schokolade ausgerüstet und frage mich überhaupt, woher ich die hier bekomme.
Naja nach langem hin und her habe ich gesehen, dass in den Muffins keine Eier drin sind. Also hab ich mir einen Blaubeermuffin geschnappt. Meine Freundin V. meinte, ich solle nicht so streng sein zu mir selber, aber dennoch war ich etwas enttäuscht. Wahrscheinlich darf ich meine Ziele und Ansprüche nicht zu hoch stecken?! Aber ich habe hohe Ansprüche an meine Umwelt und die Rettung dieser, also will ich es sowieso schaffen und nicht gleich an Tag 2 so einen dummen Rückschritt machen.-
Aber Geduld sag ich mir: Ich backe mir vegane Muffins und packe mir davon lieber einen ein.
Was mir einfach heute aufgefallen ist: Als veganer, essenliebender Mensch: Selber mitbringen und planen!
Wieder was gelernt heute :-) Dennoch glücklich!
Heut Abend teste ich ein veganisches Café hier in Aalborg. Für 25 Kronen gibt es dort ein all you can eat Buffet. Ich bin total gespannt. 25 Kronen ist richtig günstig für dänische Verhältnisse (knapp 4 Euro), für so wenig verspreche ich jedem hier sonst nichts essbares in einem Restaurant oder Café zu finden ;-)
Ich werde natürlich berichten und freue mich ganz entsetzlich darauf! Mein erstes veganes Essen außerhalb! Ich hoffe ich kann vllt das ein oder andere Foto machen!
"If we are not given the option to live without violence, we are given the choice to center our meals around harvest or slaughter, husbandry or war. We have chosen slaughter. We have chosen war. That's the truest version of our story of eating animals.
Can we tell a new story?”
Jonathan Safran Foer - Eating Animals
Can we tell a new story?”
Jonathan Safran Foer - Eating Animals
Tuesday, October 11, 2011
Wieso, weshalb, warum vegan?
Der Grund für diesen Blog ist eine Entscheidung, über die ich ungefähr ein Jahr lang gegrübelt habe. Die zwischendurch mal aus meinem Sinn ging, jedoch immer im Hinterkopf blieb.
Ich habe mich entschieden mich vegan zu ernähren. Vegan bedeutet, nichts zu essen, was auch nur im entferntesten tierische Bestandteile enthält. Dies mag auf den ersten Blick schwierig klingen. Schwierig nach Verzicht und vor allem Loslassen von Gewohnheiten und Leckereien. Aber glaubt mir, genauso, ging es mir auch einmal.
Vor ca. 1 Jahr habe ich probiert mich vegan zu ernähren. Es ist vielleicht peinlich das zu schreiben, aber ich habe mich damals nicht genug informiert und diese Entscheidung einfach aus dem Bauch heraus gefällt. Es hat nicht geklappt. Ich dachte, wenn ich auf Milch verzichte und Sahne in der Soße, dann ist das vegan. All die anderen Dinge, wurden mir erst nach und nach bewusst. Natürlich wusste ich, was vegan bedeutet, dennoch hatte ich die Bandbreite dieser Entscheidung damals falsch eingeschätzt.
Seitdem dieser Versuch misslang, habe ich lange versucht, einen guten Grund zu finden, warum ich mich vegan ernähren sollte. Es wäre ja anstrengend.
Im Nachhinein ist mir eines bewusst: Ich hab die Augen verschlossen vor der Wahrheit und war zu bequem um meine Gewohnheiten zu ändern. Die Ausrede, in Dänemark sei eine vegane Ernährung schwierig, gefiel mir eine Zeit lang. Aber noch weiter, hatte ich Angst. Angst vor den schrecklichen Wahrheiten denen ich in die Augen hätte sehen müssen. Und ich denke, so wie mir damals, geht es heute noch vielen.
Dann kam eine stressige Unizeit dazwischen, Bachelorarbeit und Abschlussexamen. Die Ernährung geriet hierbei komplett in den Hintergrund.
Nun nachdem ich meinen Master angefangen habe, und einiges wieder einen Alltag gefunden hat, bin ich zurück auf das Thema vegan gekommen.
Ich fing an mich zu belesen und Informationen gierig einzusaugen. Noch immer, möchte ich mehr und mehr wissen, die Augen nicht zu machen. Stark sein und mutig sein. Für eine bessere Welt.
Wem das zu übertrieben klingt, dem sei gesagt, dass dies das ist, was mich anspornt.
Ich möchte nicht länger Massentierhaltung und Armut unterstützen, aber vor allem, nicht länger nur zusehen.
Zwar war ich lange Vegetarierin aber vegan, war mir immer eine Nummer zu krass.
Nun da ich mich entschieden habe, diesen weiteren Schritt zu gehen, fühle ich mich richtig glücklich. Ich habe das Gefühl die richtige Entscheidung getroffen zu haben und das lässt mich geradezu Höhenflüge erleben. Ich stecke damit Freunde und Familie an, was mich noch glücklicher macht.
In diesem Blog möchte ich meine Erfahrungen und Schritte zum Veganer "ohne wenn und aber" dokumentieren.
Ich werde Rückschritte machen und Diskussionen führen. Aber ich werde stark bleiben und freue mich auf all das, was kommt. Da ich seit drei Jahren in Dänemark wohne, werde ich auch vor allem darüber berichten, wie das Thema vegan hier aufgenommen wird, und wie sehr man vegane Ernährungsweisen in Supermärkten unterstützt findet. Dazu später mehr.
Ich freue mich auf diesen Blog und hoffe, ich kann noch mehr Menschen anstecken. Denn das tue ich am liebsten. Menschen motivieren und mitreißen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Dani bedanken, deren Blog mich aufmerksam machte und mir viele Fragen beantwortet. Für alle, die also noch mehr Infos brauchen, schaut auf jeden Fall hier vorbei!
Und nun los, in die Welt hinaus und kämpfen!
Ich habe mich entschieden mich vegan zu ernähren. Vegan bedeutet, nichts zu essen, was auch nur im entferntesten tierische Bestandteile enthält. Dies mag auf den ersten Blick schwierig klingen. Schwierig nach Verzicht und vor allem Loslassen von Gewohnheiten und Leckereien. Aber glaubt mir, genauso, ging es mir auch einmal.
Vor ca. 1 Jahr habe ich probiert mich vegan zu ernähren. Es ist vielleicht peinlich das zu schreiben, aber ich habe mich damals nicht genug informiert und diese Entscheidung einfach aus dem Bauch heraus gefällt. Es hat nicht geklappt. Ich dachte, wenn ich auf Milch verzichte und Sahne in der Soße, dann ist das vegan. All die anderen Dinge, wurden mir erst nach und nach bewusst. Natürlich wusste ich, was vegan bedeutet, dennoch hatte ich die Bandbreite dieser Entscheidung damals falsch eingeschätzt.
Seitdem dieser Versuch misslang, habe ich lange versucht, einen guten Grund zu finden, warum ich mich vegan ernähren sollte. Es wäre ja anstrengend.
Im Nachhinein ist mir eines bewusst: Ich hab die Augen verschlossen vor der Wahrheit und war zu bequem um meine Gewohnheiten zu ändern. Die Ausrede, in Dänemark sei eine vegane Ernährung schwierig, gefiel mir eine Zeit lang. Aber noch weiter, hatte ich Angst. Angst vor den schrecklichen Wahrheiten denen ich in die Augen hätte sehen müssen. Und ich denke, so wie mir damals, geht es heute noch vielen.
Dann kam eine stressige Unizeit dazwischen, Bachelorarbeit und Abschlussexamen. Die Ernährung geriet hierbei komplett in den Hintergrund.
Nun nachdem ich meinen Master angefangen habe, und einiges wieder einen Alltag gefunden hat, bin ich zurück auf das Thema vegan gekommen.
Ich fing an mich zu belesen und Informationen gierig einzusaugen. Noch immer, möchte ich mehr und mehr wissen, die Augen nicht zu machen. Stark sein und mutig sein. Für eine bessere Welt.
Wem das zu übertrieben klingt, dem sei gesagt, dass dies das ist, was mich anspornt.
Ich möchte nicht länger Massentierhaltung und Armut unterstützen, aber vor allem, nicht länger nur zusehen.
Zwar war ich lange Vegetarierin aber vegan, war mir immer eine Nummer zu krass.
Nun da ich mich entschieden habe, diesen weiteren Schritt zu gehen, fühle ich mich richtig glücklich. Ich habe das Gefühl die richtige Entscheidung getroffen zu haben und das lässt mich geradezu Höhenflüge erleben. Ich stecke damit Freunde und Familie an, was mich noch glücklicher macht.
In diesem Blog möchte ich meine Erfahrungen und Schritte zum Veganer "ohne wenn und aber" dokumentieren.
Ich werde Rückschritte machen und Diskussionen führen. Aber ich werde stark bleiben und freue mich auf all das, was kommt. Da ich seit drei Jahren in Dänemark wohne, werde ich auch vor allem darüber berichten, wie das Thema vegan hier aufgenommen wird, und wie sehr man vegane Ernährungsweisen in Supermärkten unterstützt findet. Dazu später mehr.
Ich freue mich auf diesen Blog und hoffe, ich kann noch mehr Menschen anstecken. Denn das tue ich am liebsten. Menschen motivieren und mitreißen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Dani bedanken, deren Blog mich aufmerksam machte und mir viele Fragen beantwortet. Für alle, die also noch mehr Infos brauchen, schaut auf jeden Fall hier vorbei!
Und nun los, in die Welt hinaus und kämpfen!
Vegan in Dänemark- ist das einfach?
Von Veganern aus Deutschland hört man oft die wildesten Geschichten darüber, was für tolle Produkte es für Veganer in Deutschland gibt und vor allem auch von Restaurants, die vegane Gerichte anbieten.
Hier in Dänemark sieht die Sache anders aus. Bioläden oder gar Bioabteilungen in Supermärkten sind rar und sonst sehr teuer. Da Dänemark generell hohe Lebenshaltungskosten verlangt, sind die Preise der ökoligischen Produkte natürlich noch um einiges höher. Generell bin ich gerne dazu bereit, etwas mehr Geld auf den Tisch zu legen, aber dafür gute Ware und noch dazu ein gutes Gefühl beim Kauf zu haben. Bevor ich nach Dänemark kam, war ich der Ansicht, das in Skandinavien gesunde Ernährung eine größere Rolle spielt als in Deutschland. Zuerst bekam ich auch recht, da ich von Konzepten hörte, die auslegten, dass man z.B. 6 Früchte oder Gemüsesorten am Tag essen solle. Und zwar 6 verschiedene Arten. „6 om dagen“ (6 am Tag) heißt dieses Konzept, und um es populärer und zugänglicher für alle Dänen zu machen, wurden in Firmen Kisten mit Frucht und Gemüse zur Verfügung gestellt, genau wie in Schulen und Kindergärten. So weit so gut. Ich war beeindruckt. Auch der Kleidungsstil der ca. 50 jährigen Däninnen sieht eher „ökologisch“ aus, bunte Tücher, Baumwolle und ordentliche Stiefel und Strumpfhosen. Bei den jungen Däninnen ist das wieder eine komplett andere Geschichte. Kürzer als Hotpants geht leider nicht mehr, es sei denn man springt in Unterwäsche rum (was vielen auch nicht fernliegen würde). Zu dem Thema woanders mehr.
Nun da ich versuchte eine gesunde und vegetarische Lebensweise an den Tag zu legen, began mein Geldbeutel ordentlich zu murren, denn das Bafög Amt überweist leider auch nicht allzu viele Taler. Als Studentin bekomme ich vom Bafög Amt um die 600 Euro wenn ich Glück habe, das liegt in Deutschland ca.100 Euro unter der Armutsgrenze. Aber gut. Anderes Thema wiedermal.
Mit diesem Geldbeutel habe ich nun vor, nicht nur vegetarisch aber sogar vegan zu leben. Und ich möchte nicht, dass Geld mich davon abbringt. Die folgenden Wochen werde ich also besonders darauf achten, welche Möglichkeiten sich hier in Supermärkten auftun, ob es einen Markt gibt um Gemüse zu kaufen und vor allem wieviel diese vegane Ernährung kostet. Vielleicht werde ich überrascht sein und weniger bezahlen? Wer weiß!
Ich werde für meine Einkäufe eine extra Kategorie anlegen, wo ich Preise und Waren präsentiere.
Nun muss ich aber erstmal zu meinem nächsten Unterricht in „Globalisierung“ und mich mit Themen wie Human Rights beschäftigen!
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