"If we are not given the option to live without violence, we are given the choice to center our meals around harvest or slaughter, husbandry or war. We have chosen slaughter. We have chosen war. That's the truest version of our story of eating animals.

Can we tell a new story?”

Jonathan Safran Foer - Eating Animals

Thursday, October 13, 2011

Word up!

Dieses Statement habe ich in dem "Ethical Girl's Guide to Being Vegan" (zu finden hier ) gefunden und trifft vollständig meine Meinung



On ne voit bien qu'avec le cœur - Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Ich wollte euch nur kurz einen Blog vorstellen, den ich über "Veggie Love" gefunden habe und der mich richtig interessiert: "Chic Vegan" heißt er und ich bin mir sicher, die meisten von euch kennen ihn bereits.
Ich finde es sehr gut, dass der Blog auf das Thema Mode eingeht und vor allem auch Frustrationen beschreibt, die mit dem ewigen Trend manchmal hervorgerufen werden können.
Mir geht es jedenfalls in letzter Zeit so, daas ich am liebsten meinen Kleiderschrank ausleeren würde und vlt 3 Jeans, 2 Röcke, 2 Kleider und ein paar schlichte Oberteile behalten würde. Dieser ganze Krimskrams einfach WEG! Leider bin ich auch jemand, der sich bisher immer sehr für Mode interessiert hat und gerne shoppen ging (wenn der Geldbeutel es denn mal erlaubte). Mittlerweile aber habe ich nur noch das Gefühl, dass ich erdrückt werde von all diesem Besitztum und auch, wenn ich bei H&M etc. stehe manchmal am liebsten nur schreien und rauslaufen würde. Dieses ewige Kaufen und Haben-wollen und Konsumieren. Das möchte ich nicht mehr!
Aber kann ich das einfach loswerden? Und wenn mich dann doch wieder ein schönes Kleidungsstück reizt?

Ich habe kurz mit Dani via Mail über dieses Thema geredet und sie gefragt, wie sie das alles so meistert, da ich wusste, dass sie mal ein Faible für Mode hegte. Es war schön zu hören von jemandem in meinem Alter, dass er Mode inzwischen lockerer nehme und es nicht mehr eine so wichtige Rolle spiele. Auch die Aussage, dass man für etwas mehr Geld ein besseres Stück Kleidung erstehen könne, was evtl schlichter aber dafür eben viel hochwertiger sei, gefiel mir. Natürlich wusste ich darüber Bescheid, dennoch ist es was anderes das von jemandem zu hören, der selber mal viel in Modezeitschriften schwelgte (toller Post siehe hier ).
Ich denke hier in Skandinavien ist das mit der Mode vllt noch etwas mehr ausgeprägt, aber ich bin mir nicht sicher. Ich weiß nur, als ich für ein halbes Jahr lang in Stockholm lebte, war ich IMMER underdressed auf dem Weg zur Uni und am Ende einfach nur unendlich genervt von diesem totalen Hype. Es mag schön anzusehen sein, aber man hat doch wirklich besseres zu tun.
Manchmal erwische ich mich beim shoppen dabei, wie ich eigentlich nur eine Leere in mir spüre, wenn ich plötzlich merke, dass ich bloß "haben will" und eigentlich überhaupt nichts brauche. Dass ich all das haben kann und so viele andere tragen nichts an den Füßen.
Ich würde sehr gerne einen Teil meiner Kleidung an jemanden abgeben, der das gebrauchen kann. Schade finde ich, dass man bei Altkleider Sammlungen nicht verfolgen kann, ob die Kleidung wirklich genutzt wird oder am Ende doch nur im Müll landet. Das fände ich ebenfalls falsch.

Ich fühle mich erstickt von all den Taschen, Schuhen und Oberteilen, die ich kaum trage. Aber ich halte nicht viel davon einfach Dinge wegzuwerfen und ebenso würde es mir auch schwer fallen evlt. mich von meinen Dingen zu trennen. Dennoch weiß ich, dass das richtig wäre. Mein Kleiderschrank quillt über, am Ende ziehe ich dennoch immer das gleiche Oberteil/Hose/Bluse etc. aus dem Schrank.
Ich mag Mode immer noch, ich finde dennoch den Ansatz "weniger ist mehr" sehr ansprechend und vor allem nachhaltig. Ich würde gerne frei sein von diesen Dingen und hoffe sehr, dass ich das schaffe.
Kennt vllt jemand von euch diese Gefühle? Hat jemand schon mal so etwas mitgemacht?

Ich meine wir sind doch alle keine perfekten Menschen und ich bin wirklich davon überzeugt, dass es richtig, richtig schwer ist, sich dem Konsum, dem sozialen "Zwang" etc vollkommen zu entziehen.

Hiermit entscheide ich mich für "bewusste" Mode, Nachhaltigkeit an meinem Körper und bewusstes Tragen von guten, fairen Stoffen. Ich hoffe, ich bin stark genug, wenn ich die nächste Einkaufspassage hochlaufe.