Die Überschrift sagt eigentlich schon einiges. Ich bin vor einem halben Jahr vegan geworden und fühle mich immer noch gut damit und werde das auch nie mehr ändern. Trotzdem muss ich sagen, irgendwie nervt es mich langsam, dass dieses Thema jetzt immer so allgegenwärtig ist. Als ob mein Leben jetzt nur noch Veganismus ist. Nicht mehr und nicht weniger. Oder eben andere Ernährungsformen. Das macht mich langsam wahnsinnig (als wenn ich das sonst nicht schön wäre;-) ).
Vorher hatte ich ja auch nicht das Bedürfnis mich 24/7 über meine Ernährungsform zu äußern/informieren, oder sonstiges. Warum bin ich nun so frech und rege mich hier grad auf? Hm. Das weiß ich selber nicht. Ich sitze nur einfach so viel vorm PC und lese lese lese lese lese lese............... über Essen und Ernährung. Von 30 Bananas a day (Frutarier) bis zum BBC Food habe ich alles durch. Ich frage mich, was bei mir wohl am besten geht, was mich zu meiner Höchstform wachsen lässt. Muss das roh sein? Ich habe das Gefühl, dass Raw Food im Moment einen Hype erlebt (was auch super interessant ist), genauso wie eben Frutarier. Ich finds richtig interessant und liebe die Blogs, die dazu gehören. Aber irgendwie fühle ich mich auch ein wenig erschöpft und habe das Gefühl, dass sich mein Kopf mal wieder auf etwas anderes konzentrieren muss. Versteht mich bitte nicht falsch oder fühlt euch auf den Schlips getreten- ich finde jeder einzelne muss ganz alleine entscheiden, was gut ist.
Ich habe gelernt aus all dem Lesen, dass es zu ALLEM wirklich ALLEM eine Gegenthese gibt. Und ich denke, ich habe meinen Weg endlich gefunden.
Ein Fazit von mir, nach einem halben Jahr Veganismus in Dänemark und gleichzeitig ein kleiner Abschluss für meinen Kopf zu dem Thema, denn ich muss und will mich sehr intensiv mit anderen Themen auseinandersetzen, die am Ende natürlich alle irgendwie zusammenlaufen. Auch der Blog soll wachsen und neue, interessante Themen bekommen. Deshalb muss auch ich weiter wachsen und mich mit diesen Themen beschäftigen. (Veganismus bleibt weiterhin ein Thema, eben einfach nicht mehr NUR)
Mein Fazit:
Du musst selber rausfinden, was du kannst, was du willst, wie weit du gehst. Es ist wichtig, dass du dich nicht in eine Schublade stecken lässt. Für mich selber habe ich herausgefunden, dass ich Zuhause 110% vegan lebe, aber auch, dass es (zumindest hier in Dänemark) in der "Öffentlichkeit" oft sehr sehr schwer ist. Damit meine ich nicht, dass ich jemals Fleisch esse. Aber ich prüfe nicht bei jeder Bestellung im Restaurant ob die Nudelsoße mit Sahne kommt oder nicht (OK das Beispielt ist bescheuert, ich geh hier nie essen, aber ihr versteht was ich meine). Die Möglichkeiten sind hier so gering und ich bin stolz auf mich, dass ich es bis jetzt so gut schaffe. Ich greife oft darauf zurück Freunde zum Essen einzuladen und ihnen zu zeigen, wie lecker vegan ist. Aber was ich sagen will: Es ist NICHT schlimm, wenn du im Salat mal den Fetakäse mitisst. Wenn er so geliefert wird: Ja, scheiße ist das schon, aber noch beschissener finde ich, den Käse wegzuwerfen. Für mich geht Veganismus nicht nur mit Tierschutz einher, sondern auch mit Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Gesundheit. Und Essen wegwerfen, ist garantiert nicht nachhaltig. Du musst nicht der perfekte Veganer sein, um vegan zu sein. Und egal was viele sagen oder wie viele den Zeigefinger heben: Da musst du durch, das muss man abkönnen. Die Leute, die so sind, suchen oft nach Fehlern bei dir und sticheln solange, bis sie dich haben. Die kannst du eh vergessen. Wichtig ist nur, wie es dir damit geht und dass du dich nicht unterkriegen lässt. Veganismus ist toll. Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Gesundheit sind genauso wichtig. Wenn du es also z.B. noch nicht schaffst, wirklich IMMER komplett vegan zu leben, dann suche dir am besten noch eine andere Gelegenheit, in der du etwas tun kannst. Ich denke da an simple Sachen wie z.B. das Fahhrad nehme anstelle vom Auto, Wasser sparen etc. Um vegan zu leben muss man erstmal eine Rundum-Erneuerung machen und ein gewisses Bewusstsein entwickeln. So ist jedenfalls meine Meinung nach 6 Monaten.
Vegan-Sein in Deutschland scheint kinderleicht zu sein, wenn ich mir die Möglichkeiten anschaue, die beinahe täglich auf DIV vorgestellt werden ( jedem, der noch zweifelt, empfehle ich DIV, denn es gibt KEINEN Grund nicht vegan zu sein). Dort findest du so viele Informationen und Tipps, wie es nur geht!!!
Ich wünsche euch alles Liebe und begrüße euch bald ENDLICH mit einem neuen Logo und einer neuen Aufmachung!
Ich hoffe ihr bleibt mir treu und freut euch auf Themen rund um Umweltschutz, Fitness, Selbstversorgung, Nachhaltigkeit, Verbraucher...und und und..
Alles Liebe, euer Löwenherz

Schöner Beitrag und an vielen Stellen dachte ich nur: Richtig! Richtig! Richtig!
ReplyDelete:D
Nachfragen in Restaurants würde ich allerdings schon und dann zu den veganen Gerichten greifen... Sollte nun allerdings ein geringer Anteil an Milchprodukten o.ä. dabei sein, würde ich nun auch keinen riesigen Aufriss machen, weil es dann eh zu spät ist (Eine Erwähnung sollte da ausreichend sein!). Fleisch hingegen würde ich nicht runter kriegen oder Gelatine... Uargh!
Man sollte auch nicht ständig über Veganismus reden, sondern das Ganze einfach vorleben! Damit wird am allermeisten erreicht... (:
Ich bin gespannt auf viele, weitere Beiträge von Dir. (: Vielleicht krieg ich mich auch endlich mal aufgerafft und mache mehr Sport!?
Beste Grüße aus Hannover, Lena
Danke Lena für deinen lieben Kommentar :) Ich seh das genauso mit dem Essen im Restaurant, und Fleisch und Gelantine..nee pfui!
ReplyDeleteIch hoffe ich kann dich zum Sport motivieren hahahaha...der schwerste Schritt ist einfach echt der ERSTE.. ich war jetzt eine Woche krank und bin gespannt, wie ich mich nach all dem Liegen aufraffe :D
Liebe Grüße
Hui, ich sollte wirklich öfter lesen Vuxi. Wusste ich nicht. Aber gut, wie du es erklärst! Und ich weiß ja, wie intensiv du dich mit allen auseinandersetzt und beschäftigst. Das sind keine, "ich hab da jetzt aber Bock drauf und mache schön meine Augen zu" Entscheidungen. Das du das selbst so für dich entscheidest finde ich gut. Ich hoffe einfach sehr, dass du ab dem Sommer bei mir bist und ich dir alle tollen und unglaublich leckeren Sachen zeigen kann! Denn ich verstehe das mit dem "nerven" sehr. Mir gehts ja auch sehr oft so!
ReplyDeleteHej,
ReplyDeletewo in Dänemark lebst du denn? In Kopenhagen , Aarhus , Odense dürfte Veganismus doch noch einigermaßen salonfähig sein, oder? Jedenfalls im Vergleich zum platten Land, wo tatsächlich nur das Mantra Fleisch-Milch herrscht. Ich wohne in Süddänemark und bin Veganerin. Die Leute hier wissen oft nicht mal, was das ist. Das Wort Vegetarier haben sie schon mal irgendwo gehört, finden sie aber ziemlich suspekt. Ich war bis vor 1 Jahr mit einem Milchbauern zusammen. Seine Praktiken haben mir verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich auch von Milchprodukten zu verabschieden. All die Bullenkälber, die für ihn Abfall waren, nur noch gut zur Schlachtung - furchtbar. Der Sommer war für ihn ein einziges großes Grillfest. Über Vegetarier/Veganer hat er sich totgelacht. Definitiv kein Mann für mich, darum habe ich mich getrennt. Anfangs habe ich noch versucht, ihn zu bearbeiten, bessere Bedingungen für de Kühe zu erwirken etc.-keine Chance. Der Mann dachte nur an den Profit.
Also, da ist Deutschland für Veganer definitiv ein Schlaraffenland dagegen. Ich bin gerade in Berlin im Urlaub - es ist SUPER hier: Veganz-Laden am Prenzlauer Berg, Björn Moschinskis Restaurant und sonst auch jede Menge vegane Möglichkeiten hier!! Germany rocks!!
Hey!
ReplyDeleteIch bin in berlin ziemlich verwöhnt, was die Möglichkeiten für Veganer angeht. Das stelle ich jetzt erst in DK fest. Dass ich Veganer bin, finden in D schon einige merkwürdig, aber niemand wundert sich mehr über Vegetarier. In Odense, wo ich jetzt wohne, kapieren einige nichtmal das Prinzip Vegetarismus, vegan erwähne ich schon gar nicht mehr, da halten mich alle für nen Freak.
Mir war echt nicht klar, wie viel einfacher alles in Berlin ist.
Essen gehen fällt ziemlich flach, hab ich festgestellt. Oder kenn irgendwer ein Restaurant in Odense oder Aarhus, wo ich was veganes bekomme, ohne erst erklären zu müssen, was das ist?