"If we are not given the option to live without violence, we are given the choice to center our meals around harvest or slaughter, husbandry or war. We have chosen slaughter. We have chosen war. That's the truest version of our story of eating animals.

Can we tell a new story?”

Jonathan Safran Foer - Eating Animals

Saturday, February 25, 2012

Mein Blog auf Facebook

An alle Facebook-Wütigen: Diesen Blog hier findet ihr nun unter einer eigenen Facebook Seite. KLICK
Dort werden auch einige Informationen, Artikel etc. gepostet werden, die hier unter Umständen nicht zu finden sind. Ich würde mich wahnsinnig freuen, euch auch dort anzutreffen.

Lots of love, Löwenherz


design and artwork by Corinna Kretz

Liebe Frau Vegan, manchmal nervst du mich

Die Überschrift sagt eigentlich schon einiges. Ich bin vor einem halben Jahr vegan geworden und fühle mich immer noch gut damit und werde das auch nie mehr ändern. Trotzdem muss ich sagen, irgendwie nervt es mich langsam, dass dieses Thema jetzt immer so allgegenwärtig ist. Als ob mein Leben jetzt nur noch Veganismus ist. Nicht mehr und nicht weniger. Oder eben andere Ernährungsformen. Das macht mich langsam wahnsinnig (als wenn ich das sonst nicht schön wäre;-) ).
Vorher hatte ich ja auch nicht das Bedürfnis mich 24/7 über meine Ernährungsform zu äußern/informieren, oder sonstiges. Warum bin ich nun so frech und rege mich hier grad auf? Hm. Das weiß ich selber nicht. Ich sitze nur einfach so viel vorm PC und lese lese lese lese lese lese...............  über Essen und Ernährung. Von 30 Bananas a day (Frutarier) bis zum BBC Food habe ich alles durch. Ich frage mich, was bei mir wohl am besten geht, was mich zu meiner Höchstform wachsen lässt. Muss das roh sein? Ich habe das Gefühl, dass Raw Food im Moment einen Hype erlebt (was auch super interessant ist), genauso wie eben Frutarier. Ich finds richtig interessant und liebe die Blogs, die dazu gehören. Aber irgendwie fühle ich mich auch ein wenig erschöpft und habe das Gefühl, dass sich mein Kopf mal wieder auf etwas anderes konzentrieren muss. Versteht mich bitte nicht falsch oder fühlt euch auf den Schlips getreten- ich finde jeder einzelne muss ganz alleine entscheiden, was gut ist.
Ich habe gelernt aus all dem Lesen, dass es zu ALLEM wirklich ALLEM eine Gegenthese gibt. Und ich denke, ich habe meinen Weg endlich gefunden.

Ein Fazit von mir, nach einem halben Jahr Veganismus in Dänemark und gleichzeitig ein kleiner Abschluss für meinen Kopf zu dem Thema, denn ich muss und will mich sehr intensiv mit anderen Themen auseinandersetzen, die am Ende natürlich alle irgendwie zusammenlaufen. Auch der Blog soll wachsen und neue, interessante Themen bekommen. Deshalb muss auch ich weiter wachsen und mich mit diesen Themen beschäftigen. (Veganismus bleibt weiterhin ein Thema, eben einfach nicht mehr NUR)
Mein Fazit:
 Du musst selber rausfinden, was du kannst, was du willst, wie weit du gehst. Es ist wichtig, dass du dich nicht in eine Schublade stecken lässt. Für mich selber habe ich herausgefunden, dass ich Zuhause 110% vegan lebe, aber auch, dass es (zumindest hier in Dänemark) in der "Öffentlichkeit" oft sehr sehr schwer ist. Damit meine ich nicht, dass ich jemals Fleisch esse. Aber ich prüfe nicht bei jeder Bestellung im Restaurant ob die Nudelsoße mit Sahne kommt oder nicht (OK das Beispielt ist bescheuert, ich geh hier nie essen, aber ihr versteht was ich meine). Die Möglichkeiten sind hier so gering und ich bin stolz auf mich, dass ich es bis jetzt so gut schaffe. Ich greife oft darauf zurück Freunde zum Essen einzuladen und ihnen zu zeigen, wie lecker vegan ist. Aber was ich sagen will: Es ist NICHT schlimm, wenn du im Salat mal den Fetakäse mitisst. Wenn er so geliefert wird: Ja, scheiße ist das schon, aber noch beschissener finde ich, den Käse wegzuwerfen. Für mich geht Veganismus nicht nur mit Tierschutz einher, sondern auch mit Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Gesundheit. Und Essen wegwerfen, ist garantiert nicht nachhaltig. Du musst nicht der perfekte Veganer sein, um vegan zu sein. Und egal was viele sagen oder wie viele den Zeigefinger heben: Da musst du durch, das muss man abkönnen. Die Leute, die so sind, suchen oft nach Fehlern bei dir und sticheln solange, bis sie dich haben. Die kannst du eh vergessen. Wichtig ist nur, wie es dir damit geht und dass du dich nicht unterkriegen lässt. Veganismus ist toll. Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Gesundheit sind genauso wichtig. Wenn du es also z.B. noch nicht schaffst, wirklich IMMER komplett vegan zu leben, dann suche dir am besten noch eine andere Gelegenheit, in der du etwas tun kannst. Ich denke da an simple Sachen wie z.B. das Fahhrad nehme anstelle vom Auto, Wasser sparen etc. Um vegan zu leben muss man erstmal eine Rundum-Erneuerung machen und ein gewisses Bewusstsein entwickeln. So ist jedenfalls meine Meinung nach 6 Monaten.
Vegan-Sein in Deutschland scheint kinderleicht zu sein, wenn ich mir die Möglichkeiten anschaue, die beinahe täglich auf DIV vorgestellt werden ( jedem, der noch zweifelt, empfehle ich DIV, denn es gibt KEINEN Grund nicht vegan zu sein). Dort findest du so viele Informationen und Tipps, wie es nur geht!!!

Ich wünsche euch alles Liebe und begrüße euch bald ENDLICH mit einem neuen Logo und einer neuen Aufmachung!
Ich hoffe ihr bleibt mir treu und freut euch auf Themen rund um Umweltschutz, Fitness, Selbstversorgung, Nachhaltigkeit, Verbraucher...und und und..

Alles Liebe, euer Löwenherz